Sieben von zehn sehen in OÖ gutes Zusammenleben mit Flüchtlingen in der Wohngemeinde

23. Jan 2017 • News • SORA – Institute for Social Research and Consulting • Marktforschung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft

Eine aktuelle Umfrage zeigt die Stimmungslage und Einstellung der oberösterreichischen Bevölkerung zu Flüchtlingen, Asyl und Integration. 71% sehen gutes Zusammenleben in der Wohngemeinde. In Flüchtlingsgemeinden überwiegt positive Sicht


Sieben von zehn sehen gutes Zusammenleben in der Wohngemeinde

Rund 20.000 Schutzsuchende sind im Zuge der aktuellen Fluchtbewegung in Oberösterreich angekommen, 12.975 Personen aktuell in 520 Quartieren des Landes untergebracht. Im Auftrag des Integrationsressorts hat SORA die Stimmung und Einstellungen zu Flucht, Asyl und Integration in einer repräsentativen telefonischen Befragung erhoben (n=704, Feldzeit Oktober/November 2016). 
Demnach ist eine deutliche Mehrheit der Befragten (71%) der Meinung, dass das Zusammenleben mit Zuwanderern in ihrer Wohngemeinde sehr oder ziemlich gut funktioniert. Ein gutes Fünftel (21%) sieht dies hingegen eher negativ, 2% sehr negativ.

Sieben von zehn sehen gutes Zusammenleben in der Wohngemeinde Rund 20.000 Schutzsuchende sind im Zuge der aktuellen Fluchtbewegung in Oberösterreich angekommen, 12.975 Personen aktuell in 520 Quartieren des Landes untergebracht. Im Auftrag des Integrationsressorts hat SORA die Stimmung und Einstellungen zu Flucht, Asyl und Integration in einer repräsentativen telefonischen Befragung erhoben (n=704, Feldzeit Oktober/November 2016).  Demnach ist eine deutliche Mehrheit der Befragten (71%) der Meinung, dass das Zusammenleben mit Zuwanderern in ihrer Wohngemeinde sehr oder ziemlich gut funktioniert. Ein gutes Fünftel (21%) sieht dies hingegen eher negativ, 2% sehr negativ.

Mehr Kontakt führt zu positiveren Einstellungen

Die Untersuchung bestätigt Befunde internationaler Forschung, dass Kontakt mit Zuwanderern zu einer insgesamt positiveren Einstellung führt:

  • Unter denen, die zumindest mehrmals wöchentlich Kontakt mit Zuwanderern in der Nachbarschaft haben, sagen 41%, dass Zuwanderung gesamt gesehen für OÖ eher gut ist und nur 20%, Zuwanderung sei insgesamt eher schlecht.
  • Bei Befragten mit wenig oder keinem Kontakt zu Zuwanderern in der Nachbarschaft erachten dagegen nur 19% Zuwanderung gesamt gesehen für eher positiv, aber 40% für eher schlecht.

Einstellungen zu Flüchtlingen

Die Analyse der Einstellungsmuster zu Flüchtlingen zeigt ein differenziertes Bild: Mit 46% zeigt knapp die Hälfte der Befragten kohärent positive Einstellungen zu Flüchtlingen und deren Aufnahme in Oberösterreich, ein gutes Fünftel (23%) hingegen durchgängig negative Einstellungen. Das verbleibende Drittel der Befragten (31%) bezeichnete SORA-Geschäftsführer Christoph Hofinger als „Value Shifters“: Sie tragen einen Zwiespalt in sich und haben je nach Kontext sowohl negative als auch positive Einstellungen zu Flüchtlingen.

In Flüchtlingsgemeinden überwiegt positive Sicht

In Gemeinden mit Flüchtlingen vor Ort sagen 6 von 10 sie sind froh, dass ihre Gemeinde „den Mut hatte, Flüchtlinge aufzunehmen“.

Für die Zukunft wünscht sich eine klare Mehrheit von 74% der OberösterreicherInnen ein offenes und respektvolles Zugehen aufeinander. Ebenfalls rund drei Viertel der Befragten sehen einen schnellen Zugang zum Arbeitsmarkt wichtig für die Integration. Rund zwei Drittel fordern eine schnelle Anerkennung von Schul- und Ausbildungsabschlüssen aus dem Ausland.

Positive Sicht auf HelferInnen

Mit 88 Prozent Zustimmung wird die Arbeit der ehrenamtlichen HelferInnen – mehr als 10.000 im Bundesland – äußerst positiv bewertet . Die Integrationsarbeit von Schulen und Bildungseinrichtungen wird von 70% der Befragten positiv gesehen, jene der Landesregierung von 60 Prozent. Nur 38 Prozent der Befragten beurteilen hingegen das Engagement der Bundesregierung positiv.

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