Sportartikelhandel in Österreich - "Under Construction"

12. Mai 2016 • News • RegioData Research • Branchenstudien • Marktdaten • Regionalanalyse & Geodaten • Tourismus, Freizeit & Sport • Handel & Dienstleistung

Im Jahr geben die Österreicher und die Touristen beachtliche 2,5 Milliarden € für Sportartikel und Bekleidung aus. In den Kassen der Geschäfte des Sportartikelfachhandels landen davon nur 1,5 Milliarden Euro, der Rest fließt in andere stationäre Vertriebskanäle (Schuhhandel, Bekleidungshandel, Lebensmittelhandel) oder in die Onlineshops von Amazon und Co.

Obwohl die Menschen Jahr für Jahr mehr Geld für Sportartikel ausgeben, stagniert der stationäre Handel bei den Sportartikelfachhändlern.

Generell hat sich im österreichischen Sportartikelhandel bis vor wenigen Jahren nicht viel getan. Marktführer war unangefochten Eybl, dann Sport 2000 und Intersport annähernd gleich auf, und danach - mit etwas Abstand - Hervis. Die Übernahme von Eybl/Sports Expert durch die britische sportsdirect.com veränderte die Sportgeschäfte-Landschaft. Dramatische Umsatzeinbrüche (minus 40 Prozent) und Filialschließungen ließen den einstigen Branchenprimus auf Platz 4 zurückfallen. Der Markt wird nun von Intersport und Sport 2000 dominiert, die sich knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes teilen.

Generell hat sich im österreichischen Sportartikelhandel bis vor wenigen Jahren nicht viel getan. Marktführer war unangefochten Eybl, dann Sport 2000 und Intersport annähernd gleich auf, und danach - mit etwas Abstand - Hervis.

Der E-Commerce-Anteil im Sportartikelhandel liegt derzeit „nur“ bei 15 Prozent, allerdings mit starken Zuwachsraten, wobei die Gewinner vor allem die „Pure Player“ (Amazon, Zalando, etc.) sind. Aber auch der stationäre Handel beginnt diese Vertriebslinie allmählich zu lieben: Hervis etwa setzt stark auf Internet.

Zusätzlich macht sich ein Trend seit einigen Jahren verstärkt bemerkbar. Und zwar entstehen immer mehr Laufshops, Fitnessshops, Outdoor-Shops, E-Bikeshops und andere Spezialisten, ebenso Monolabelstores (North Face, Salewa, etc.). Der Grund dafür ist, dass sich diese Sortimente bzw. Marken oft im klassischen Sportartikelhandel nicht immer gut vertreten fühlen. Das „downgrading“ von Eybl zu sportsdirect.com hat hier weiteren Vorschub geleistet.

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