Talstation für elastische Böden in Zentral- und Osteuropa bald erreicht

24. Jun 2017 • News • Interconnection Consulting • Branchenstudien • Marktdaten • Marktanalyse • Bau & Wohnen • Handel & Dienstleistung • Produktion

Der Markt für elastische Bodenbeläge in Zentral- und Osteuropa verzeichnete auch 2016 starke Verluste. Insgesamt blieb der Absatz 6,6% hinter den Zahlen von 2015 zurück. Trotz der schlechten Performance im vergangenen Jahr, kann die Branche mittelfristig wieder auf Wachstum hoffen. 2018 soll sich der Trend wieder umkehren und ein Zeitalter moderaten Wachstums einläuten.


Russland als Spielverderber

Der russische Markt ist europaweit der größte Markt mit einem Marktanteil von 30,8%. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der neuerliche Rückgang des Absatzes im Riesenreich von 7,6%, den gesamten osteuropäischen Markt stark beeinflusste. Die anderen von Interconnection untersuchten osteuropäischen Märkte (Tschechien, Slowakei, Ungarn, Polen, Türkei) konnten allesamt ihr Absatzvolumen erhöhen. In Polen und in Tschechien stieg die Anzahl der verkauften elastischen Böden um 3,6% in Ungarn um 3,3% in der Slowakei um 5,3% und in der Türkei um 3,2%.

Der Markt für elastische Bodenbeläge in Zentral- und Osteuropa verzeichnete auch 2016 starke Verluste. Insgesamt blieb der Absatz 6,6% hinter den Zahlen von 2015 zurück. Trotz der schlechten Performance im vergangenen Jahr, kann die Branche mittelfristig wieder auf Wachstum hoffen. 2018 soll sich der Trend wieder umkehren und ein Zeitalter moderaten Wachstums einläuten, wie eine Studie von Interconnection Consulting zeigt.

Luxusvinyl im Trend

Generell zählen zu den elastischen Bodenbelägen, Produkte aus natürlichen Rohstoffen (Linoleum, Kautschuk und Kork) homogene PVC-Beläge (eine oder mehrere Schichten gleichen Materials) und heterogene PVC-Beläge (mindestens zwei Schichten unterschiedlichen Materials), Cushioned Vinyls (geschäumte PVC-Bodenbeläge mit strukturierter Oberfläche) und Designbeläge, sogenannte Luxury Vinyls – eine Spielart heterogener PVC-Beläge, deren Oberflächen mit Holz-, Stein- oder Metallmuster bedruckt wird. Die größte Gruppe stellen die heterogenen Bodenbeläge mit einem Anteil von mehr als drei Viertel (76,7%). Danach folgen die homogenen Bodenbeläge und Cushioned Vinyl mit 7,7% und 7,5%. Die Produktgruppe mit dem stärksten Wachstum stellt Luxury Vinyls mit einem gegenwärtigen Anteil von 5,5%. Bis 2020 soll dieser auf 6,2% ansteigen.

Prädestiniert für Renovierung

Elastische Bodenbeläge kommen überwiegend (rund 80%) im Nichtwohnbau zum Einsatz, werden aber wegen ihrer geringen Stärke sehr gerne auch im Renovierungsbereich eingesetzt, erklärt Marta Kushlyk, Autorin der Studie. Insgesamt beträgt das Verhältnis von Renovierung und Neubau beim Absatz elastischer Böden 60:40. Den höchsten Marktanteil beim Neubau verbuchen die Länder Türkei und Polen. In Osteuropa wird der Absatz fast zur gleichen Teilen zwischen dem Wohnbau, Kultur und öffentlichen Gebäuden aufgeteilt. Ein wachsender Abnehmer sind die Hotelsparte, die auch in den nächsten Jahren noch stärkere Umsätze für die Branche lukrieren werden. Internationale Player wie Forbo, Gerflor oder Tarkett dominieren überwiegend die Branche. Erst kürzlich übernahm Tarkett einen wichtigen polnischen Erzeuger um somit seine Position in Osteuropa zu stärken.

Link zur Studie