Terror dämpft nicht Reiselust, sorgt aber für Verschiebungen der Reiseströme

24. Jan 2017 • News • Deutsche Reiseanalyse • Branchenstudien • Marktdaten • Marktforschung • Tourismus, Freizeit & Sport

Die vorläufige Bilanz ist erfreulicher als zu Jahresbeginn abzusehen war. Der Start ins Reisejahr 2016 stand unter schlechten Vorzeichen, bedingt durch die Verunsicherung nach einer Terrorwelle Ende 2015, die sich im Jahr 2016 fortsetzte. Darüber hinaus wurde die politische Lage als Kriterium der Reisezielwahl stärker als früher thematisiert. Diese aktuellen Entwicklungen haben das Gesamtvolumen der Urlaubsreisenachfrage nicht reduziert.

2016: Noch ein Rekordjahr

Auch 2016 präsentierte sich der weltweite Tourismus wieder als Wachstumsbranche – trotz des als schwierig wahrgenommenen Umfeldes. Die Zahl internationaler Ankünfte wuchs um rund 4% [Quelle: UNWTO], für das Gesamtjahr 2016 wird ihre Zahl voraussichtlich bei deutlich über 1,2 Mrd. liegen. Auch die Destination Deutschland konnte im Jahr 2016 wiederum Zuwächse in den Beherbergungsstatistiken verzeichnen. Die Zahl der Ankünfte stieg bis September um 2,8% gegenüber dem Vorjahr, die Zahl der Übernachtungen um 2,5% [Quelle: Stat. Bundesamt]. Dabei trugen vor allem deutsche Gäste (Ankünfte +3,2%; Übernachtungen +2,8%) zum erneuten Wachstum bei. Für den Bereich der Urlaubsreisen der Deutschen erwartet die FUR nach den vorläufigen Daten auf der Basis der RA online vom Jahresende für 2016 ein stabil hohes Niveau der Nachfrage mit einem Volumen von etwa 69 Mio. Urlaubsreisen mit Ausgaben in Höhe von ca. 66 Mrd. Euro (= Vorjahrsniveau) und eine Steigerung der Zahl der Kurzurlaubsreisen auf 88 Mio. (+ 4% zum Vorjahr).

Terror dämpft nicht Reiselust, sorgt aber für Verschiebungen der Reiseströme

Die vorläufige Bilanz ist erfreulicher als zu Jahresbeginn abzusehen war. Der Start ins Reisejahr 2016 stand unter schlechten Vorzeichen, bedingt durch die Verunsicherung nach einer Terrorwelle Ende 2015, die sich im Jahr 2016 fortsetzte. Darüber hinaus wurde die politische Lage als Kriterium der Reisezielwahl stärker als früher thematisiert. Diese aktuellen Entwicklungen haben das Gesamtvolumen der Urlaubsreisenachfrage nicht reduziert. Es kam aber zu deutlichen Verschiebungen der touristischen Reiseströme innerhalb Europas. Dennoch sind Länder wie die Türkei und Ägypten auch 2016 bedeutende Urlaubsziele der Deutschen geblieben. Die Reiseveranstalter in Deutschland hatten durch die Verlagerung der Reiseströme einige Herausforderungen zu bewältigen. Für das Tourismusjahr berichten sie dennoch von stabilen Umsätzen [Quelle: DRV]. Die im Vergleich zu den Befürchtungen in der ersten Jahreshälfte 2016 insgesamt positive Situation ergibt sich u.a. durch den breiten Verhaltensspielraum der Urlauber (viele Urlaubsinteressen), aber auch durch den geringen direkten Bezug des aktuellen Terrors zu den meisten Urlaubszielen.

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