Viel Licht für die Fensterbranche in der DACH-Region

28. Jun 2018 • News • Interconnection Consulting • Branchenstudien • Marktdaten • Wirtschaftsstatistik • Marktanalyse • Bau & Wohnen • Handel & Dienstleistung • Produktion

In allen drei Ländern der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) verzeichnete die Fensterbranche im vergangenen Jahr einen Aufschwung, der vor allem dem Bauboom geschuldet war. Die Absätze stiegen 2017 in Deutschland um 5,2% in Österreich um 4,4% und in der Schweiz um 2,9%.


Deutschland profitiert vom Bevölkerungswachstum

Trotz des guten wirtschaftlichen Umfeldes in allen drei Ländern weisen die verschiedenen Märkte signifikante Unterschiede auf. In Deutschland führte nicht zuletzt die starke Immigration von Flüchtlingen zu einem bedeutenden Bevölkerungswachstum und damit zu einer steigenden Nachfrage nach leistbaren Wohneinheiten, was auch den Markt für Fenster in Deutschland ankurbelt. „Viele deutsche Städte wie Berlin, München oder Hamburg treiben öffentliche Wohnprojekte voran“, erklärt Tobias Stickelberger, Autor der Studie. Interconnection geht davon aus, dass der Wohnungsneubau, der einen Marktanteil von 22,7% des Gesamtmarktes ausmacht, mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 7,6% der stärkste Markttreiber bis 2021 sein wird, während der Renovierungssektor nur mit 2,0% voranschreitet. Das wichtigste Produktsegment sind PVC-Fenster mit einem Anteil von 51,0% und einem erwarteten Wachstum von 3,3% für 2018. Danach folgt der Alurahmen mit einem Anteil von 19,2%.

In der Schweiz tobt Preiskampf

Der Schweizer Fenstermarkt ist seit einigen Jahren geprägt durch einen starken Preisverfall in allen Produktsegmenten. Importe und große Hersteller halten dabei den Preisdruck hoch. Neben der Frankenaufwertung waren es die hohen Produktionskosten und die hohe Zahlungsbereitschaft, die die Schweiz für Importeure zum beliebten Zielland gemacht haben. So wird bereits jedes zweite PVC-Fenster importiert; darin inbegriffen sind von Schweizer Firmen im Ausland gefertigte Fenster. Interconnection geht davon aus, dass mittelgroße Unternehmen (10 – 50 Mitarbeiter) teilweise preislich nicht mithalten können und aus dem Markt ausscheiden werden. Bis 2021 soll der Absatz mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 3,0% wachsen. Die Umsätze werden dabei nicht ganz mit dem Absatzwachstum mithalten können. Die durchschnittliche Wachstumsrate im Renovierungssektor liegt bei 2,1% im Neubau bei 3,5%. In der Schweiz liegt der PVC-Anteil bei 40,8% und läuft Gefahr die Nummer-Eins-Position in Kürze abzugeben. Holz-Metall-Rahmen kommen bereits auf 39,7% und haben wesentlich bessere Wachstumsaussichten. Bis 2021 sollen sie laut Interconnection bereits zu den PVC-Fensterabsätzen aufgeschlossen haben.

Der Durchschnittspreis für ein Fenster in Österreich steigt an

Nachdem der österreichische Fenstermarkt 2016 erstmals seit Jahren ein Plus verzeichnen konnte, hat sich der Trend aufgrund der guten Wirtschaftslage verfestigt. Das Umsatzwachstum der Branche betrug im letzten Jahr 4,9%. Für die kommenden Jahre rechnet Interconnection mit einem Preisanstieg, der das Umsatzwachstum weiter ankurbeln sollte. „Das liegt auch an der Bereitschaft der Österreicher für hohe Qualität und Zusatzfunktionen tiefer in die Tasche zu greifen. Das bedeutet daher nicht, dass immer noch viele heimische Hersteller mit dem Überleben kämpfen,“ meint Stickelberger. Gegenüber dem boomenden Neubau – durch Wohnbauoffensiven stieg z.B. in Wien das Bauvolumen um 30% – schreitet der Renovierungssektor langsamer voran. Die durchschnittliche Wachstumsrate beträgt im Renovierungsbereich bis 2021 1,6% und im Neubaubereich 3,7%. Der PVC-Anteil liegt bei 41,7%. Danach folgt die Holz/Metall-Kombination mit 23,8% mit wesentlich höherem Wachstumspotential als das PVC-Segment.

Factsheet IC-Market Tracking® Fenster in Europa 2018

Die Branchenstudie IC Market Tracking Fenster in Europa analysiert den Markt für Fenster sowie die Hersteller. Die Studie bietet detaillierte Daten für den Gesamtmarkt, einzelne Segmente und die Vertriebskanäle.


Die Studie ist für folgende Märkte verfügbar:

Deutschland, Schweiz, Österreich, DACH, Europa, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Russland, Schweiz, Tschechien und Slowakei, Ukraine, Österreich

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