Wärmepumpen: Preiswettbewerb im Kommen?

27. Nov 2016 • News • Branchenradar • Branchenstudien • Marktdaten • Wirtschaftsstatistik • Branchenstudien • Bau & Wohnen • Handel & Dienstleistung • Produktion • Energie & Bergbau

Der Markt für Wärmepumpen wächst in Österreich auch im Jahr 2016 robust. Bei Heizungs-Wärmepumpen sinkt der Durchschnittspreis aber um fast zwei Prozent.


Wärmepumpen stehen für die innovativste und umweltfreundlichste Form des Heizens. Im Gegensatz zu klassischen Heizkesseln ist die in Wärmepumpen erzeugte Energie emissionsfrei und infolge des hohen Ökostromanteils in Österreich weitgehend regenerativ. Denn selbst das Heizen mit Biomasse erzeugt Schadstoffe (Holz verbrennt bekanntlich genauso rückstandsfrei wie Polypropylen), die in den einschlägigen Ökobilanzen lediglich mit der Schadstoffaufnahme der Pflanzen gegengerechnet werden. Die Flora wird aber bereits zur „Verarbeitung“ der Schadstoffe benötigt, die Mensch, Tier, Verkehr und Wirtschaft erzeugen. Sie steht also eigentlich für eine „geschönte“ Ökobilanz des Verbrennens von Holz nicht mehr zu Disposition.

Marktentwicklung Wärmepumpen total in Österreich | Herstellerumsatz in Mio. Euro

Die Nachfrage nach Wärmepumpen wächst auch im Jahr 2016 vermutlich robust um +2,7% geg. VJ auf nunmehr 19.000 Stück. Angeschoben wird der Markt aber nur noch vom Neubau (+5,5% geg. VJ). Der Austausch im Bestand liegt um vier Prozent hinter dem Vorjahr. Infolge von Anteilsverschiebungen hin zu leistungsschwächeren Wärmepumpen sinkt der Durchschnittspreis auf Warengruppen-Ebene um -1,2% geg. VJ. Die Chancen eines wachsenden Marktes und die Insolvenz von Neura können einige Anbieter überdurchschnittlich nutzen. Eine ganz hervorragende Performance zeigt bspw. Daikin, gut unterwegs sind auch die Top drei des Marktes.

 

Auch im Jahr 2016 wuchs der Markt für Wärmepumpen robust, wenngleich sich zunehmend ein Preiswettbewerb abzeichnet. So sank etwa bei Heizungswärmepumpen der Durchschnittspreis im heurigen Jahr voraussichtlich um nahezu zwei Prozent geg. VJ. Nichtsdestotrotz erhöhten sich auch im laufenden Jahr die Herstellererlöse konstant um knapp zwei Prozent geg. VJ. Insgesamt setzten die Hersteller mit Wärmepumpen voraussichtlich 112 Millionen Euro um. Rund 93 Prozent des Umsatzes entfallen dabei auf Heizungs-Wärmepumpen (7% Brauchwasser-Wärmepumpen), die im Wesentlichen auch die Marktentwicklung treiben. Verantwortlich für das anhaltende Wachstum von Heizungs-Wärmepumpen war der irreversible Trend zu energetischen Bauweisen (unterstützt durch neue Förderbestimmungen) und die daraus zunehmende Kannibalisierung des klassischen Heizkessels, unabhängig von dessen Befeuerung.

Bei Heizungs-Wärmepumpen hält der Trend zu Luft-Wasser-Systemen an. Im heurigen Jahr wurden vermutlich um circa sieben Prozent mehr abgesetzt als im Jahr davor. Bezogen auf Heizungs-Wärmepumpen liegt der Marktanteil mittlerweile bei 70 Prozent. Die Nachfrage nach Sole-Wasser- bzw. Wasser-Wasser-Systemen war indessen konstant rückläufig.

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