Zentralmatura: Unreife Leistung!?

07. Jun 2014 • News • market • Marktforschung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Bildung & Wissenschaft

Fragwürdige Texte bei der Deutsch-Matura, unvollständige Matheaufgaben – Die Premiere der Zentralmatura Anfang Mai war von Pannen überschattet. Damit liefert die Zentralmatura derzeit viel Diskussionsstoff, was eine für das Magazin TREND durchgeführt market-Umfrage bestätigt.

Unreife Leistung!?

61 Prozent der Österreicher halten eine standardisierte Reifeprüfung nach wie vor grundsätzlich für sinnvoll. 28 Prozent der Österreicher sind sogar sehr überzeugt davon. Die möglicherweise Betroffenen – die 15-29jährigen – sehen die Zentralmatura allerdings mit deutlich gemischten Gefühlen, knapp 60 Prozent stellen die Sinnhaftigkeit in Frage.

Dieser spezifische Generationenblick gilt auch für die Konsequenzen, die aus den Anfangsschwierigkeiten zu ziehen sind. Insgesamt fordern 23 Prozent das Experiment sofort abzubrechen. Bei den Jungen erhöht sich dieser Prozentsatz auf 31 Prozent. Die relative Mehrheit – 45 Prozent – ist für eine Kombination aus „nichts überhudeln“ und „schau‘n wir mal“: Erst wenn die Ergebnisse des ersten Durchgangs vorliegen, solle man über die weitere Vorgehensweise entscheiden. Ein knappes Drittel – vorrangig Männer und ältere Personen – möchte, dass es zumindest mehrere Jahre probiert wird, bevor es zu weiteren Entscheidungen kommt.

Und wer ist jetzt eigentlich Schuld bzw. verantwortlich für die Pannen? Hauptverantwortlich für das Chaos im Bildungswesen wird das Unterrichtsministerium bzw. die Unterrichtsministerin gemacht, gefolgt vom Bildungsinstitut BiFie und der Lehrergewerkschaft.

Stichprobe:
n=404 Personen (repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 15 Jahren). max. statistische Schwankungsbreite: +/- 3,16
Erhebungszeitraum:
14. bis 16 Mai.2014

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