Zero Waste Verpackungen im Beauty-Bereich ?

28. Apr 2019 • News • GIM • Blog & Paper • Umwelt & Ökologie • Handel & Dienstleistung • Mode & Lifestyle

Tanja Herbst von GIM beobachtet sie in der Beatuty-Branche einen Trend hin zu nachhaltige(re)n Produktverpackungen. Was genau hinter den „zero waste“-Verpackungen steckt und wie nachhaltig Packaging überhaupt sein kann, erklärt Tanja in diesem Artikel.


Und das Timing könnte nicht besser sein, denn wie wir vergangene Woche berichtet haben, beschäftigen wir uns aktuell im Rahmen unserer Aktionswoche in der GIM mit dem Thema Abfallvermeidung.

Produkte im Drogeriemarkt haben alle Farben und Formen – sie buhlen um die Aufmerksamkeit der Konsumenten. Mit aufwendigen Verpackungen möchten Beauty- und Kosmetikmarken ins Auge fallen und zeigen: unsere Produkte sind qualitativ hochwertig! Bisher steht für Markenartikler beim Packaging vor allem die Ästhetik im Vordergrund, das Thema der nachhaltigen Verpackung gewinnt aber zunehmend an Bedeutung. Nicht zuletzt, weil ökologisch bewusstes Handeln für Konsumenten wichtiger wird. Innovative Materialien wie Bambus oder Zuckerrohr sind im Kommen und Vorreiter wie Aveda und Lush bereiten den Weg für das „sustainable Packaging“.

Nachhaltiges Packaging stärkt Umwelt & Image

Warum sollten Unternehmen in nachhaltige Produkt(verpackungen) investieren? Diese Frage ist durchaus berechtigt, bedenkt man, dass diese oft teurer sind als konventionelle Verpackungen aus Plastik und Co. In den letzten Jahren hat auf Konsumentenseite durchaus ein Umdenken stattgefunden. Das Bewusstsein über den Klimawandel und die Folgen unseres Konsums bewirkt einen kritischeren Umgang mit Abfallprodukten. Beautymarken, die in nachhaltige Produkte investieren, punkten somit auf verschiedenen Ebenen: sie stärken ihr Image, agieren als moderne und verantwortungsvolle Unternehmen (Stichwort CSR) und passen ihr Angebot der Nachfrage an.

Um Verpackungen möglichst klimaneutral und umweltfreundlich herzustellen, müssen herkömmliche Materialien ersetzt und reduziert werden. Problematisch sind vor allem Kunststoffverpackungen, da diese erst nach sehr vielen Jahren abgebaut und kaum recycelt werden (wir alle kennen die Bilder von Plastikprodukten die im Ozean treiben). Kunststoffen wie BPA und Phthalate – sogenannte „Weichmacher“ – werden darüber hinaus gesundheitsschädliche Wirkungen wie Hormonstörungen nachgesagt.

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