"Zum Glück gibt's Urlaubsgeld!"

02. Jun 2014 • News • Institut für empirische Sozialforschung (IFES) • Marktforschung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft

Für die Aktionswoche der GPA-djp im Juni 2014 zum Thema Urlaubsgeld hat das IFES eine repräsentative Stichprobe von Angestellten zu unterschiedlichen Aspekten des 13. und 14. Gehalts befragt.

"Zum Glück gibt's Urlaubsgeld!"

Für die Aktionswoche der GPA-djp im Juni 2014 zum Thema Urlaubsgeld hat das IFES eine repräsentative Stichprobe von Angestellten zu unterschiedlichen Aspekten des 13. und 14. Gehalts befragt.

Demnach glauben immer noch knapp die Hälfte (47%), dass das Urlaubsgeld aufgrund eines Gesetzes ausbezahlt wird. Der Zeitvergleich mit einer IFES - Angestelltenbefragung von 2008 zeigt jedoch, dass das Wissen um die rechtliche Grundlage des 13. und 14. Gehalts, als Bestandteil von Kollektivverträgen, zunimmt  (46%). Jüngere Angestellte wissen besser über die rechtlichen Grundlagen Bescheid als Ältere.
Immerhin rund ein Viertel der Befragten zieht eine Abschaffung des 13. und 14. Gehalts in Betracht. Dieser Wert blieb gegenüber dem Jahr 2008 unverändert. Wer das Gesetz als rechtliche Grundlage vermutet, hat mehr Vertrauen in die dauerhafte Beibehaltung des 13. Und 14. Gehalts. Jene, die wissen, dass die Sonderzahlungen das Ergebnis von KV-Verhandlungen sind, befürchten eher deren Abschaffung.
Die Verwendung der Sonderzahlungen für Urlaubsreisen bleibt konstant an erster Stelle, gefolgt von der Anschaffung von Weihnachtsgeschenken. Stark angestiegen ist gegenüber 2008 die Ansparung der Sonderzahlungen für die Altersversorgung oder spätere Anschaffungen, was wahrscheinlich mit den Folgen der Wirtschaftskrise zu tun hat. Das 13. Und 14. Gehalt ist ein fixer Bestandteil im persönlichen Budget der Angestellten. Eine Abschaffung würde nicht nur das Bildung von Reserven gefährden, sondern auch notwendige Anschaffungen bis hin zur Deckung der steigenden Lebenshaltungskosten. Die steuerlichen Begünstigung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes, um damit eine Lohnsteuersenkung zu finanzieren, wird von einer klaren Mehrheit abgelehnt.

Weitere Informationen zur Studie und eine grafische Darstellung der Befragungsergebnisse finden Sie zum Download.

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