Zwei Drittel der steirischen SchülerInnen nehmen Mobbing und Cybermobbing wahr

16. Nov 2017 • News • bmm • Marktforschung • Bildung & Wissenschaft • Online & IKT & Elektronik • Marketing & Medien • Sicherheit

Fast zwei Drittel der steirischen SchülerInnen bemerken Mobbing in Ihrem Umfeld. Mobbing findet nicht nur im Klassenzimmer oder auf dem Schulhof statt, sondern auch im Internet und in Social Media. Das steirische Trendbüro bmm führte in Zusammenarbeit mit der AK Steiermark eine Befragung von steirischen Schülerinnen und Schülern zum Thema Mobbing und Cybermobbing durch.


Cybermobbing ist an Schulen ein ernstes Problem. Hänseleien und Beleidigungen finden damit nicht nur im Klassenzimmer oder auf dem Schulhof statt, sondern werden ins Internet verlagert. In Zusammenarbeit mit der AK Steiermark führten wir eine Befragung von steirischen Schülerinnen und Schülern zum Thema Mobbing und Cybermobbing durch. Die Studienergebnisse wurden am Donnerstag, 12. Oktober um 18 Uhr in der Arbeiterkammer Steiermark präsentiert.

Die gute Botschaft: Mehr als drei Viertel aller steirischen Schüler gehen gerne zur Schule (77,9 %) – vor allem Volksschüler (90,3 %)! Aber auch bis zur Oberstufe sind es immerhin noch 72,5 %, die gerne zur Schule gehen! Auch das Wohlfühlen in der Klasse ist bei rund 90 % der Befragten gegeben! (89,1 %).

Volksschüler bewegen sich bereits eine Stunde täglich in der virtuellen Welt der sozialen Medien, ältere Kinder sogar drei Stunden. Das ergab eine Umfrage des Instituts "bmm" im Auftrag der steirischen Arbeiterkammer.

Das bringt jedoch das Problem (Cyber-)Mobbing mit sich. Durch die vermeintliche Anonymität von Facebook, WhatsApp oder Snapchat steige die Zahl der Fälle. Entsprechend hoch ist mit 64,3 Prozent auch die Anzahl der Schüler, die angaben, Mobbing-Vorfälle zu kennen. 2014 ergab eine ähnliche Umfrage noch 56,1 Prozent.

Als häufigste Ursachen für Mobbing nannten die Schüler "Andersein" (20,5 Prozent), "Aussehen" (10,5 Prozent) und "Außenseiter sein" (8,1 Prozent).

Studienauszug: Spontan genannte Mobbing-Gründe

Die am häufigsten genannten Gründe sind: Anderssein (20 Prozent), das Aussehen (10 Prozent) oder weil der Betroffene einfach ein Außenseiter ist (8 Prozent). 5 Prozent der Betroffenen werden gemobbt, weil sie nicht das neueste Handy haben oder Markenkleidung tragen.

Inhalte der Studie

  • Wie gerne gehen SchülerInnen zur Schule und wie wohl fühlen Sie sich
  • Das digitale Verhalten der SchülerInnen
  • Bekanntheit der Begriffe Mobbing und Cymermobbing
  • Mobbing in der eigenen Schule und Klasse
  • Die Wahrnehmung von Mobbing im Zeitverlauf (2017 versus 2014)
  • Gründe für Mobbing
  • Anteil der von Mobbing Betroffenen
  • Auswirkungen von Mobbing
  • Wunsch nach Maßnahmen gegen Mobbing
  • Wunsch nach Aktivitäten zum Abbau von Aggressionen
  • Wunsch nach einem Unterrichtsfach zum Thema „Medienverhalten“

Link zur Studie Mobbing und Cybermobbing an Schulen

Studiensteckbrief

Im Befragungszeitraum 18. Mai 2017 bis 7. Juli 2017 wurde eine persönliche Face-to-FaceBefragung von steirischen SchülerInnen durchgeführt. Insgesamt kamen 1.019 Schülerinnen und Schüler zu Wort – die Auswahl erfolgte bewusst nach den Quoten Gebiet und Schultyp (zur Sicherstellung der Repräsentativität) und lässt Rückschlüsse auf die rund 140.000 steirischen SchülerInnen dieser Zielgruppen zu.

  • Zielgruppe 1: Schüler in der 1. bis 4. Schulstufe in der Volksschule (n=104)
  • Zielgruppe 2: Schüler in der 5. bis 8. Schulstufe in der Unterstufe (n=380)
  • Zielgruppe 3: Schüler in der 9. bis 13. Schulstufe in der Oberstufe (n=535)

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