Babys sind bei der Geburt durchschnittlich 3.317 g schwer und 50,5 cm groß

28. Jun 2018 • News • Statistik Austria • Statistik • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Gesundheit

Im Jahr 2017 kamen in Österreich 86.987 Lebendgeborene zur Welt. Fast zwei Drittel davon wurden laut Statistik Austria spontan geboren, bei 14,5% war ein Notkaiserschnitt erforderlich, bei weiteren 15,1% war der Kaiserschnitt geplant. 7,7% der Babys kamen zu früh zur Welt. Bei der Geburt waren 6,4% der Lebendgeborenen untergewichtig (unter 2.500 g). Die meisten Babys lagen in regelrechter Schädellage (88,7%), 5,1% in Beckenendlage. Bei etwa einem Fünftel der Lebendgeborenen wurde die Geburt eingeleitet.


Nur 7,7% Frühgeborene

7,7% der Lebendgeborenen kamen 2017 vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche zur Welt (Frühgeborene). Damit blieb die Frühgeborenenrate, die in den vergangenen Jahren eine sinkende Tendenz gezeigt hatte, gegenüber 2016 unverändert. Den bisherigen Höchststand an Frühgeborenen gab es im Jahr 2008 mit 8,9%. Der überwiegende Teil der Lebendgeborenen des Jahres 2017, nämlich 92,1%, wurde nach 37 bis 41 Wochen Schwangerschaft geboren (Termingeborene). Lediglich 233 Babys (0,3%) wurden nach Vollendung der 42. Schwangerschaftswoche geboren (übertragen Geborene).

Die Schwangerschaftsdauer hat auch einen wesentlichen Einfluss auf das Geburtsgewicht: Frühgeborene wogen durchschnittlich 2.284 g, Termingeborene im Mittel 3.403 g. Am schwersten waren übertragene Babys mit durchschnittlich 3.738 g.

Deutlich geringeres Gewicht von Mehrlingen; Mehrlingsgeburten aber selten (3,1%)

Das Geburtsgewicht hängt auch wesentlich davon ab, ob es sich um eine Einzel- oder Mehrlingsgeburt handelt. Nur ein geringer Prozentsatz (4,8%) der Einzelgeborenen hatte ein Geburtsgewicht von weniger als 2.500 g, 1,0% wogen 4.500 g oder mehr, während 94,3% normalgewichtig waren. Dagegen wog der Großteil der Mehrlinge (49,7%) zwischen 1.500 g und 2.500 g, nur 41,0% waren normalgewichtig. Ein sehr niedriges Geburtsgewicht (unter 1.500 g) wurde bei 9,3% der Mehrlinge gemessen. Als Zwilling geborene Kinder wogen durchschnittlich 2.322 g, Drillingsgeborene 1.607 g.

Mehrlingsgeburten sind nach wie vor ein sehr seltenes Ereignis – nur 3,1% der 2017 lebend Geborenen waren Mehrlingsgeborene; 96,9% dagegen Einzelgeborene. Insgesamt gab es 1.308 Zwillings- und 12 Drillingsgeburten im Jahr 2017.

Kaiserschnittrate leicht rückläufig, jedoch große Unterschiede nach Bundesländern

29,6% der Lebendgeborenen wurden 2017 mit Kaiserschnitt entbunden. Dabei bestanden erhebliche regionale Unterschiede: Am seltensten wurde in Vorarlberg (22,6%), Salzburg (25,7%) und Oberösterreich (25,8%) ein Kaiserschnitt durchgeführt. Dagegen kam im Burgenland, in Kärnten und in der Steiermark etwa jedes dritte Lebendgeborene mit einem Kaiserschnitt zur Welt.

Seit Beginn der Erhebung dieses Merkmals im Jahr 1995 stieg die Kaiserschnittrate ausgehend von 12,4% kontinuierlich an. 2006 kam bereits jedes vierte Lebendgeborene mit Kaiserschnitt zur Welt. Seit dem Berichtsjahr 2014 liegt die Kaiserschnittrate konstant bei knapp unter 30%.

Optimaler Gesundheitszustand bei 95% aller Lebendgeborenen

Mit den Apgar-Werten wird der Gesundheitszustand von Neugeborenen beurteilt. Bleibt ein Neugeborenes unter 7 Punkten, so gilt es als gefährdet und benötigt eventuell medizinische Hilfe. 3,7% der Lebendgeborenen hatten nach 1 Minute einen Apgar-Wert von unter 7 Punkten, 0,9% nach 5 Minuten und 0,3% nach 10 Minuten. Nach 5 Minuten hatten 94,6% der Lebendgeborenen einen Apgar-Wert, der auf einen optimalen Gesundheitszustand des Neugeborenen hinweist.

Durchschnittliche Gewichtszunahme der Mütter um 14 kg bei Termingeburten

38,7% der Mütter nahmen während der Schwangerschaft 10 bis unter 15 kg zu, 27,1% zwischen 15 und 20 kg. Eine Gewichtszunahme von höchstens 5 kg kam bei 4,1% der Mütter vor, dagegen hatten 13,8% der Mütter am Ende der Schwangerschaft 20 kg und mehr zugenommen. Mütter, die zu Beginn der Schwangerschaft übergewichtig oder adipös waren, brachten durchschnittlich etwas schwerere Kinder zur Welt (3.373 g bzw. 3.405 g) verglichen mit untergewichtigen (3.164 g) und normalgewichtigen Müttern (3.305 g).

Merkmal Prozent
Lebendgeborene insgesamt (absolut) 86.987
Geburtseinleitung   
Geburt wurde eingeleitet 20,4
Lage des Kindes bei der Geburt  
regelrechte Schädellage 88,7
regelwidrige Schädellage 5,6
Beckenendlage 5,1
Querlage 0,5
unbekannt/nicht bestimmbar 0,1
Entbindungsart   
Spontangeburt 63,2
Kaiserschnitt insgesamt 29,6
   Kaiserschnitt primär (geplant) 15,1
   Kaiserschnitt sekundär (Notkaiserschnitt) 14,5
Saugglocke 7
Zangengeburt 0,1
Manualhilfe 0,1
Schwangerschaftsdauer  
22+0 bis 36+6 (Frühgeburten) 7,7
37+0 bis 41+6 (Termingeburten) 92,1
42+0 u. mehr (übertragene Geburten) 0,3
Ø Schwangerschaftsdauer (in Wochen) 39,3
Geburtsgewicht   
unter 1.500 g 1
unter 2.500 g 6,4
2.500 bis unter 4.500 92,6
4.500 und mehr 0,9
Ø Geburtsgewicht (in Gramm) 3.317
Körperlänge in cm  
Ø Körperlänge (in cm) 50,5
Apgar-Wert nach 5 Minuten  
unter 7 Punkten 0,9
7 bis 8 Punkte 4,5
9 bis 10 Punkte 94,6
Body-Mass-Index (BMI) der Mutter zu Beginn der Schwangerschaft  
Untergewicht (BMI<18,5) 6,3
Normalgewicht (BMI 18,5 bis <25,0) 63
Übergewicht (BMI 25 bis <30,0) 19,7
Adipositas (BMI 30 und mehr) 11
Gewichtszunahme während der Schwangerschaft  
unter 5 kg 4,1
5 bis unter 10 kg 16,3
10 bis unter 15 kg 38,7
15 bis unter 20 kg 27,1
20 bis unter 25 kg 10,1
25 kg und mehr 3,7

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