Der große Sturm am Bootsmarkt ist vorüber

19. Jan 2016 • News • Interconnection Consulting • Branchenstudien • Marktdaten • Marktanalyse • Tourismus, Freizeit & Sport • Verkehr & Mobilität • Handel & Dienstleistung • Produktion

Der europäische Markt für Segelboote- und Motoryachten stabilisiert sich allmählich wieder. Der Gesamtumsatz stieg erstmals seit Jahren wieder leicht an und beträgt nun 2,99 Milliarden €. Bis 2018 soll, laut einer Studie von Interconnection das jährliche Wachstum 2,8% betragen. Auch der Absatz soll 2015 (-0,5%) endgültig seinen Boden gefunden haben.

Der Autor der Studie, Interconnection-Analyst Jan Hudak, meint zur gegenwärtigen Situation am Bootsmarkt: „Der größte Sturm ist bereits vorübergezogen, jedoch ist die gute Brise noch nicht wieder ganz zurückgekehrt.“ In den letzten Jahren hatte der Markt für Segelboote- und Motoryachten nämlich kaum Grund zum Jubel. Gerade in Europa gab es kaum einen Teilmarkt, der von Absatzrückgängen verschont wurde. Am schlimmsten traf es dabei Italien. Das von einer Wirtschaftskrise gebeutelte Land hatte noch 2009 mit 16,7 Prozent der Umsätze die Poleposition am europäischen Bootsmarkt inne. Erst 2017, wird laut den Experten von Interconnection wieder ein ganz leichtes Wachstum in Bella Italia zu verzeichnen sein. Am alten Kontinent ist Deutschland der stärkste Teilmarkt mit einem Umsatzanteil von 18,5 Prozent, gefolgt von Großbritannien, Frankreich und Italien dessen Marktanteil nur noch 10,5 Prozent beträgt. 

er europäische Markt für Segelboote- und Motoryachten stabilisiert sich allmählich wieder. Der Gesamtumsatz stieg erstmals seit Jahren wieder leicht an und beträgt nun 2,99 Milliarden €. Bis 2018 soll, laut einer Studie von Interconnection das jährliche Wachstum 2,8% betragen. Auch der Absatz soll 2015 (-0,5%) endgültig seinen Boden gefunden haben.  Der Autor der Studie, Interconnection-Analyst Jan Hudak, meint zur gegenwärtigen Situation am Bootsmarkt: „Der größte Sturm ist bereits vorübergezogen, jedoch ist die gute Brise noch nicht wieder ganz zurückgekehrt.“ In den letzten Jahren hatte der Markt für Segelboote- und Motoryachten nämlich kaum Grund zum Jubel. Gerade in Europa gab es kaum einen Teilmarkt, der von Absatzrückgängen verschont wurde. Am schlimmsten traf es dabei Italien. Das von einer Wirtschaftskrise gebeutelte Land hatte noch 2009 mit 16,7 Prozent der Umsätze die Poleposition am europäischen Bootsmarkt inne. Erst 2017, wird laut den Experten von Interconnection wieder ein ganz leichtes Wachstum in Bella Italia zu verzeichnen sein. Am alten Kontinent ist Deutschland der stärkste Teilmarkt mit einem Umsatzanteil von 18,5 Prozent, gefolgt von Großbritannien, Frankreich und Italien dessen Marktanteil nur noch 10,5 Prozent beträgt.

BRIC-Staaten verlieren dramatisch an Fahrt

Global gesehen blickt man ein wenig mit Sorge auf die Wachstumslokomotive China, die allmählich an Fahrt verliert. „Die chinesischen Wachstumsraten von 20% und darüber hinaus gehören der Vergangenheit an“, meint dazu Hudak. Der Interconnection-Experte geht für 2016 nur noch von einem Absatzplus von 10,1 Prozent für das Reich der Mitte aus. Ein weiterer BRIC-Staat, der die in ihm gerichteten Erwartungen nicht erfüllen konnte, ist Brasilien. Dort stürzte der Bootsmarkt seit 2008 gar um 50 Prozent ab. 2016 sollen in dem ehemals so prosperierenden BRIC-Land mit seinen 200 Millionen Einwohnern gerade einmal 1.544 Motoryachten und Segelboote abgesetzt werden. USA bleibt mit über 28.000 verkauften Segelbooten und Motoryachten der größte Einzelmarkt, ohne dabei die großen Einbrüche in den letzten Jahren erlebt zu haben, wie es sie beispielsweise in Europa gab.

Optimismus für die Zukunft

Die dramatischen Entwicklungen auf vielen Teilmärkten sollen, laut der Studie, der Vergangenheit angehören. In Europa wird ein Umsatzanstieg von rund 10% bis zum Jahr 2018 prognostiziert und auch auf allen anderen Märkten wird ein Anstieg erwartet. Auch die befragten Experten sind für die nähere Zukunft durchaus positiv gestimmt. So sind 86,7% der Befragten der Meinung, dass der Markt in China im nächsten Jahr nicht schrumpfen werde. Der größte Pessimismus kommt aus Frankreich, wo 60,6% der befragten Experten eine Verschlechterung der Situation in den nächsten 12 Monaten erwarten. Jedoch ist nur noch ein starkes Drittel der Befragten pessimistisch (37,3%), wenn es um die Aussichten in den nächsten 36 Monaten geht.

Motor schlägt Segel

Die meistverkauften Boote in Europa sind klein und motorbetrieben. Auf der anderen Seite des Absatzspektrums befinden sich große Segelboote. Das Absatz-Verhältnis zwischen Motor- und Segelbooten in Europa beträgt rund 2 zu 1 zugunsten der Motorboote. Der Trend in Richtung Motoryachten scheint sich dabei zu verstärken. Es wird erwartet, dass die motorbetriebenen Wasserfahrzeuge weiter an Terrain zulegen werden. In Europa teilen sich die 10 größten Segelboot- und Motoryachten-Hersteller 36,1% der Marktanteile. Die Top 3-Anbieter sind dabei der französische Bootsbauer Beneteau-Jeanneau, Brunswick aus den USA und das deutsche Unternehmen Bavaria.


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