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20. Jun 2019 • News • TRENDONE • Trendforschung • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Umwelt & Ökologie • Branchenübergreifend

Durch immer neue Causewashing-Fälle hat Corporate Social Responsibility seine Wirkung verloren. Die Konsumenten trauen dem vorgegebenen Wohlwollen großer Unternehmen nicht mehr. Um sich wieder glaubwürdiger zu positionieren, halten diese der Gesellschaft nun den Spiegel vor.


Sie werben für konsensfähige Werte und Normen wie umweltbewussten Konsum, um den Weg für eine bessere Welt zu ebnen und vermarkten ihr Angebot als Schritt in die richtige Richtung. Auch Start-ups setzen vermehrt auf neue Produkte mit sozialer Mission. Elementar ist die emotionale Note der neuen Markenbotschaft: Je höher die Betroffenheit des Konsumenten, desto höher ist seine mögliche Identifikation. Marken greifen so die politischen Positionen der Öffentlichkeit auf und etablieren sich als moralische Instanzen.

Auch am vermeintlichen Ende des Produktlebenszyklus wird nachhaltig agiert: Circular Economy wird das Bestreben der Weiternutzung von ausgedienten Gegenständen und von Abfällen genannt. Sie soll die Entsorgungsproblematik in Teilen lösen. Idealerweise entsteht in Privathaushalten durch das Konzept des Zero Waste aber erst gar kein Müll. Auch in der Industrie wird zunehmend auf ökologisch unbedenkliche Verfahrensweisen gesetzt. Ressourcenschonung und Emissionsreduktion haben Priorität. Durch das „Abernten“ von Umgebungswärme oder kinetischer Energie könnten zukünftig Kleinstenergiemengen erzeugt und für den Betrieb von Kleingeräten genutzt werden.

Auch Nahrungsmittel sollen ressourcensparend produziert werden, um eine nachhaltige und flächendeckende Versorgung zu gewährleisten. Dezentrale Vertical-Farming-Konzepte und eine durch Vernetzung optimierte Landwirtschaft leisten bereits heute einen Beitrag dazu.

Die Macro-Trends der Sustainability:

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