Jedes fünfte 2014 auf dem Schulweg in einen Unfall verwickelte Kind im Volksschulalter

15. Sep 2015 • News • Statistik Austria • Statistik • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Gesundheit • Verkehr & Mobilität • Sicherheit

519 Schülerinnen und Schüler im Pflichtschulalter von 6 bis 15 Jahren waren laut Statistik Austria im Vorjahr auf dem Weg zu oder von der Schule im Straßenverkehr in einen Unfall verwickelt, zwei davon verunglückten tödlich. Von den 490 Schulwegunfällen waren fast gleich viele Buben (53%) wie Mädchen (47%) betroffen.


Die Schulwegunfälle verteilen sich nahezu zu gleichen Maßen auf die Zeit vor (53%) und nach (47%) dem Unterricht. Aufgrund weitgehend einheitlicher Beginnzeiten liegt jedoch eine Spitze in der Zeit zwischen sieben und acht Uhr morgens. Fast jeder zweite Schulwegunfall (46%) ereignete sich in dieser Stunde unmittelbar vor Unterrichtsbeginn, immerhin jeder dritte nach Unterrichtsschluss zwischen 12 und 14 Uhr. Nach 14 Uhr fanden nur noch 12% der Schulwegunfälle statt.

Mit dem heutigen Schulbeginn in den westlichen Bundesländern sind wieder in ganz Österreich Kinder auf ihrem Schulweg den Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt. Auf der nun erstmals veröffentlichten interaktiven Verkehrsunfallkarte von Statistik Austria können Eltern und Kinder anhand der Unfalldaten von 2013 und 2014 den Schulweg auf der Karte betrachten und sich möglicher Gefahrenstellen bewusst werden.

Beinahe jeder zweite Schulwegunfall passierte zwischen sieben und acht Uhr morgens

Die Schulwegunfälle verteilen sich nahezu zu gleichen Maßen auf die Zeit vor (53%) und nach (47%) dem Unterricht. Aufgrund weitgehend einheitlicher Beginnzeiten liegt jedoch eine Spitze in der Zeit zwischen sieben und acht Uhr morgens. Fast jeder zweite Schulwegunfall (46%) ereignete sich in dieser Stunde unmittelbar vor Unterrichtsbeginn, immerhin jeder dritte nach Unterrichtsschluss zwischen 12 und 14 Uhr. Nach 14 Uhr fanden nur noch 12% der Schulwegunfälle statt.

Mit zunehmendem Alter steigt für Schulkinder die Gefahr, im Straßenverkehr zu verunglücken

Unter den jüngsten Schulkindern, die in einen Unfall verwickelt waren, befanden sich elf im Alter von sechs Jahren, 27 waren sieben Jahre alt, insgesamt 102 oder 20% waren im Volksschulalter, also unter zehn Jahren (siehe Tabelle 1). Bis zum 11. Lebensjahr waren die Schulkinder zum Zeitpunkt des Unfalls hauptsächlich als Fußgänger am Straßenverkehr beteiligt, ab dem 12. Lebensjahr gewinnt das Fahrrad als Fortbewegungsmittel an Bedeutung. Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 14 Jahren verunfallten demnach vorwiegend zu Fuß oder mit dem Fahrrad (jeweils 61).

15-Jährige mit Moped am meisten gefährdet

Die höchste Zahl an Personen, die in einen Unfall verwickelt waren, stellt die Altersklasse der 15-Jährigen: 134 oder jedes vierte in einen Straßenverkehr verwickelte Schulkind war 15 Jahre alt. Zum überwiegenden Teil (79%) verunfallten die 15-Jährigen mit einspurigen Kraftfahrzeugen – mit wenigen Ausnahmen handelte es sich dabei um Mopeds.

Unabhängig vom Alter verunfallten 41% der Schülerinnen und Schüler zu Fuß (inkl. Spiel- oder Sportgerät wie beispielsweise Tretroller), 21% mit dem Moped (inkl. vereinzelt mit einem Motorrad) und 18% mit dem Fahrrad. 19% waren passiv als Mitfahrer oder Mitfahrerinnen im Pkw (9%) oder Bus (10%) am Unfallgeschehen beteiligt (siehe Tabelle 1).

Im März 2014 ereignete sich in Oberösterreich (Bezirk Braunau) jener folgenschwere Schulbusunfall, bei dem in Folge einer Kollision mit einem Lkw ein Schulkind getötet und 17 verletzt, darunter fünf schwer verletzt wurden. Die Zahl der auf dem Schulweg in einen Unfall verwickelten Kinder nach Bundesländern ist Tabelle 2 zu entnehmen.

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