Kalte Progression schlägt zu: Lohnsteueraufkommen stieg 2014 4,7%, Bruttobezüge um 2,8%

07. Dez 2015 • News • Statistik Austria • Wirtschaftsstatistik • Wirtschaft, Politik & Gesellschaft • Finanzdienste • Arbeitswelt

Die von der Statistik Austria präsentierte Lohnsteuerstatistik zeigt, dass die Bruttoeinkommen konstant angestiegen - das Lohnsteueraufkommen stieg aber deutlich schneller. Während die Bruttobezüge von 2013 auf 2014 um 2,8 Prozent gestiegen sind, schnellte das Lohnsteueraufkommen im gleichen Zeitraum um 4,7 Prozent

In Jahren ohne Steuerreform stieg das Lohnsteueraufkommen stärker als die Bruttobezüge

Die Bruttobezüge zeigten zwischen 2000 und 2014 durchgehend Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr (siehe Grafik 1). Die höchste Zuwachsrate von 5,2% gab es 2008, im darauffolgenden Krisenjahr 2009 fiel sie auf 1,7%, den niedrigsten Wert im betrachteten Zeitraum. Beim Lohnsteueraufkommen lagen die Veränderungsraten über jenen der Bruttobezüge und bewegten sich zwischen +3,9% (2010) und +8,4% (2008). Ausgenommen davon waren Jahre mit Steuerreform, in denen ein sehr geringer Zuwachs (2004: +0,1%) oder Abnahmen (2000: -1,3%; 2005: -0,9%; 2009: -7,1%) des Lohnsteueraufkommens zu verzeichnen waren.

Laut Auswertung der Lohnsteuerstatistik (vor Arbeitnehmerveranlagung) gab es 2014 insgesamt 6.710.641 lohnsteuerpflichtige Einkommensbezieherinnen und -bezieher, um 0,6% mehr als 2013. Darunter waren 4.303.918 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie 2.406.723 Pensionistinnen und Pensionisten. Wie Berechnungen von Statistik Austria weiters zeigen, stiegen die Bruttobezüge im Vergleich zum Vorjahr um 2,8% und erreichten eine Höhe von 177,4 Mrd. Euro, während beim Lohnsteueraufkommen mit einem Wert von 26,9 Mrd. Euro eine Zunahme von 4,7% gegenüber 2013 verzeichnet wurde.

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